Montag, 7. November 2011

Zirkuszelte

Wien war einfach wunderbar. Die vier Tage in Wien waren ein Genuss. Leider auch für meinen Magen.  Was haben wir dort gut gegessen. Gulaschsuppe, Wienerschnitzel und nicht zuletzt diese feinen Torten für den Nachmittagskaffee. Und dieser Kaffee. Man hat gar keine Lust mehr auf die Brühe, die einem hier serviert wird.
Aber auch die Kultur dort ist einmalig. Sehenswerte Architektur und Museen soweit das Auge reicht. Mich würde mal interressieren wieviele Kilometer wir an diesen Tagen zurückgelegt haben. Es waren etliche. Aber das war Angesichts der vielen, feinen Schlemmereien auch bitternötig. Beeindruckend war auch, dass es schien als gäbe es in Wien nur gut angezogene Menschen. Bis auf einige Ausnahmen, aber dies waren wohl meist Touristen. Alle waren hervorragend gekleidet. Den meisten von Ihnen haftete dieser spezielle Charm an. Wie sagt man doch gleich, Wiener Schmäh. Gewöhnungsbedürftig aber sehr angenehm. Leider sieht man neben so vielen schönen und gutgekleideten Menschen bald mal aus wie eine Landpomeranze. Man schaut in den Spiegel und die nackte Realität sieht dir in die Augen. Sind wir ehrlich, zum ganzen Übergewicht kommt doch noch die Gewissheit hinzu, dass man sich mit Grösse 48 / 50 nicht in einer Boutique mit dem neusten Chic einkleiden kann. Ausnahme bilden Handtaschen und Schuhe. Ansonsten muss man sich in einen Laden mit Zirkuszelten begeben um dort eine passende Blache zu finden mit der man sich auf die Strasse trauen kann. Kartoffelsack lässt grüssen. Ich persönlich vermeide es solange es nur geht mich mit neuen Kleidern einzudecken. Es grenzt eher an Folter mir eine neue Hose zu suchen oder ein neues Oberteil. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf; was soll ich mir neue Klamotten kaufen, wenn ich doch abnehmen will. Dann hängen noch mehr Teile in meinem Kleiderschrank, die ich ja im Fall, dass ich abnehme entsorgen müsste. Nun dazu ist es schon lange nicht mehr gekommen. Und mal ehrlich, im Fall einer Gewichtsreduktion könnte ich meine Gardarobe ja auch nach Afrika schicken. Mit der riesigen Menge an Stoff können die dort ganze Völker einkleiden. Aus einem einzigen T-shirt könnte man schon eine 6-köpfige Familie mit Baumwolle versorgen.

Trotz des Vorsatzes nach Wien kürzer zu treten, was das schlemmen anbelangt, sind nun eine Woche vergangen und nichts hat sich getan. Ich traue mich noch nicht einmal mehr auf die Waage. Es hatte sich doch so gut entwickelt. Und nun scheint es als ob sich nichts getan hat.
Und vor allem was wird in der Weihnachtszeit erst auf mich zukommen? Schaffe ich es den süssen Versuchungen zu wiederstehen. Man glaubt es nicht, aber in diesem Moment denke ich an die Kekse die sich im Pausenraum befinden und daran, ob ich mir nicht gleich mal einen holen will. Aber nein ich werd jetzt ein Glas Wasser trinken und hoffen, dass dieser Keks an mir vorüber geht.

Wünsche mir mehr Durchhaltevermögen und eine schöne Woche

1 Kommentar:

  1. Hallo Du, wie es scheint hat alles gut angefangen, aber momentan versandet es ein wenig, so wie ich dass aus deinen Beiträgen heraus spüre oder wie siehst du das?
    Es gibt soviele Ablenkungen, Verpflichtungen etc. aber man sollte das Ziel nicht aus den Augen verlieren (so gut es geht) :)
    Eine positive Einstellung und Durchhaltewillen helfen hier sicher weiter :)
    Ich glaube stark das DU es packst und bin gespannt auf weitere Einträge :)

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